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Aktualisiert: 4. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Inhalt

Aus dem Bezirk Münster vom 5. April 2003:

Mein Glaube im Alltag


Beim Münsteraner Mottoabend
Blick in die Halle
Das Team des Abends

Über ein halbes Jahr lang haben wir uns auf diesen besonderen Abend, der von der Jugend für die Jugend gestaltet werden sollte, gefreut, und nun liegt er schon wieder ein paar Wochen zurück! Trotzdem ist er uns - zumindest mir - so "tief in die Seele gefallen", dass ich das Gefühl habe, als wäre es erst gestern gewesen. Aber fangen wir mal von vorne an:

Am 22.03.2003 war es um kurz nach 17.00 Uhr endlich so weit. Nach einem kurzen Gebet begann der Themenabend im Kreisheimathaus in Tecklenburg. Unser Jugendbeauftragter Priester Krause öffnete die "Kirchentür" auf der Bühne und verabschiedete jugendliche Geschwister nach einem Apostelgottesdienst. Einige von euch haben bestimmt gedacht "Was soll das denn jetzt?" Tja, die Erklärung kam sofort. Es war ein Sketch, in dem gezeigt wurde, dass eben nicht alle Paare den gleichen Glauben haben und der andere Partner auch nicht immer alles versteht, was in der Predigt gesagt wird. Aber eine schöne Erklärung bzw. Antwort kam von dem kleinen Jugendsonderchor unter der Leitung von Matthias: "Es glänzet der Christen inwendiges Leben...". Manch einer von euch wird bestimmt auch schon eine solche Situation erlebt haben wie es in dem Sketch aufgeführt wurde. Wisst ihr immer, wie ihr dem "Nichtneuapostolischen" alles erklären sollt, bzw. wie man ihm sagen kann, was bei uns "so besonders" ist? Dann lest euch noch einmal das Lied durch (Jugendliederbuch 29). Ich denke, da erhält man die eine oder andere Antwort.

Dann war es soweit! Unsere Moderatoren Verena und Markus durften, mussten und konnten mit großer Nervosität, aber auch Freude die Bühne betreten. Sie haben uns mit schönen Worten begrüßt, den Abend ein wenig erklärt und unseren ersten Ehrengast, Marcel aus St. Arnold, besonders Willkommen geheißen.

Nach der Anmoderation kam der erste große Auftritt unserer "Jugendclique" - der Sketch. Ich sage nur "Ringel die Natter" - eine Begrüßung, die man in Nordhorn wohl öfter hört und die in unseren Sketch eingebaut wurde. Auch dieser Sketch war eine Situation, die wohl jeder von uns schon erlebt hat: Wir treffen uns mit Freunden am Montag und jeder erzählt, was er "Tolles" erlebt hat am Wochenende. Der eine war die ganze Nacht feiern, hat ordentlich das Glas erhoben und war natürlich am Sonntag morgen "blau", die anderen waren am Sonntag morgen Fußball spielen. Doch was haben wir gemacht? Wie ein Film läuft alles ab: Wir waren im Jugendgottesdienst, haben im Chor gesungen, die Sündenvergebung hinnehmen dürfen, danach noch mit vielen beim Imbiss gestanden und gequatscht... Aber was sagen wir? Weil wir uns vielleicht schämen oder weil wir Angst haben, ausgelacht zu werden? Unser Jugendlicher, Philipp, war das ganze Wochenende krank und hat im Bett gelegen! "Welch eine Ausrede!", habt vielleicht auch ihr gedacht, oder habt ihr euch wiedererkannt?

Nach der super Aufführung des Sketches war es dann auch für unseren Ehren- und Überraschungsgast so weit! Der Bischof durfte endlich die Bühne betreten. Es folgte ein wirklich sehr interessantes Interview. Wir konnten so einiges aus dem privaten Bereich des Bischofs erfahren, aber auch, wie er die Situation "Mein Glaube im Alltag" so meistert - im beruflichen wie im kirchlichen Leben.

Nach dem Interview sang der Chor das vielleicht schon bekannte Lied, vom Ältesten Lack komponiert, "Mit Gott"! Erinnert ihr euch noch? Vier Schwerpunkte hat das Lied und immer ist die Antwort auf alle Fragen: Mit Gott! Können wir das auch sagen? Bei allen Fragen und in allen Situationen, das soll der liebe Gott entscheiden und alles lege ich in seine Hände? Ich für meinen Teil habe das Lied noch nie so bewusst gehört bzw. gesungen und es ist mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gegangen! Probiert es selber einmal! Legt alles vertrauensvoll in die Hände des lieben Gottes. Es ist zwar nicht immer so einfach, aber dann kann man auch den Glauben im Alltag erleben und leben! Glaubt mir, da spreche ich aus Erfahrung!

Noch einmal war unser "Cliquen-Sketch" dran. Die gleiche Szene, nur diesmal eine andere Antwort. Vielleicht habt ihr diesmal gedacht: "Was wird er jetzt wohl antworten? Was würde ich sagen?" Auch dieses Mal konnte man Philipps Gedanken per Videobeamer wie in einem Film sehen. Doch der Mut war wieder nicht so groß: Er musste auf seinen Bruder aufpassen. Hattet ihr die Antwort erwartet oder hättet sie vielleicht selbst gegeben?

Nach diesem eindrucksvollen ersten Teil des Themenabends mussten wohl bei vielen erst einmal die Gedanken und Erlebnisse sortiert werden! Dazu war die Pause gerade gut - und vor allem lecker!!! Viele fleißige Hände hatten ein super gutes und vor allem reichhaltiges Buffet herbeigezaubert! An dieser Stelle einmal vielen Dank, dass ihr alle so zahlreich mitgeholfen und gebacken habt!

Nach der Pause ging es nicht etwa mit einer Ansage der Moderatoren weiter, die uns über den weiteren Verlauf des Abends aufgeklärt hätte. Nein, wieder stand unsere "Clique" auf der Bühne. Wie würde wohl dieses Mal die Antwort ausfallen? Endlich hatte Philipp Mut genug, zu erzählen, dass er in der Kirche war!!! Aber wie war die Reaktion! Kirche? Wer geht denn da hin! - Die Clique winkte ab. Philipp wurde einfach stehen gelassen und war geknickt. Hätte er es vielleicht doch nicht erwähnen sollen...???

Ein weiterer Höhepunkt war die Gesprächsrunde. Eine bunte Zusammenstellung aus allen Altersschichten: ein Sonntagsschüler, ein Jugendlicher, Pr. Stein als junger Priester und der Hirte Schulz als erfahrener Amtsträger und Missionsarbeiter. Jeder konnte ein schönes Glaubenserlebnis erzählen, was ihn tief beeindruck hat. Pr. Stein hat erzählt, wie er seinen Glauben ganz speziell im Berufsleben lebt und erlebt. Hirte Schulz brachte uns - wie zuvor schon der Bischof - den Glauben im Missionsgebiet nahe. Es ist schon anders, z. B. in Rußland! Dort wird unter anderem über Fernsehen Werbung für die Kirche gemacht! Das würde man hier nicht erleben. Ich denke, auch bei euch hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen, mal zu hören, wie die "anderen" den Glauben im Alltag erleben und meistern? Da konnte man sehen, dass jeder, sei er nun Amtsträger oder "erst" in der Sonntagschule, seine Probleme hat und es nicht immer so einfach ist, seinen Glauben zu leben! Schön zu wissen, dass wir nicht alleine dastehen.

Als wir unser "Angstlied", wie wir es inzwischen genannt hatten, in den vielen Chorproben eingeübt hatten, wussten wir nicht so recht, ob es klappen würde. Umso größer war die Freude und Erleichterung, als es ohne große Patzer gut geklappt hat und man den Text sogar verstehen konnte! "Ängste und Tränen, Verzweiflung und Not..." - ein beeindruckendes Lied. Liest man sich den Text noch einmal durch, weiß man, was ein jeder selber noch zu tun hat!

Endlich kam auch der vierte und somit letzte Teil des "Cliquen-Sketches". "Ringel die Natter", "super geile Party" und "Wo warst du?" Wie könnte die Antwort nach diesem Themenabend anders sein als "Im Jugendgottesdienst! Dort habe ich im Chor gesungen. Anschließend haben wir noch vom Buffet gegessen und zusammen geredet. Das war richtig schön. Kommt doch das nächste Mal einfach mit!" Mann, nun war es endlich raus!!! Und die Reaktion der Freunde war super: Gerne würden sie mitkommen (da gibt es was zu essen...)! Sagt mal ehrlich, ist es nicht immer besser, bei der Wahrheit zu bleiben? Lohnt es sich wirklich zu leugnen, dass man im Gottesdienst war? An diesem Sketch sieht man doch, dass die Reaktion der anderen nicht immer nur negativ sein muss.

Nun waren auch wieder unsere Moderatoren gefragt. Sie haben kurz erklärt, welches Highlight uns nunerwartete: Die Diashow! Wahnsinn! Über 200 Bilder von unseren Jugendaktivitäten der letzten 5 Jahre auf der großen Leinwand - eine wunderschöne und lustige Erinnerung!!! Kartbahn Nordhorn, Klettern in Enschede, Scheveningen 2000, Noordwijk 2001 und 2002, Chorwochenende mit den niederländischen Jugendlichen, Seifenkistenrennen, Adventsbasar in Ibbenbüren, Bowling in Lingen..... Einfach klasse! Da hat man erst einmal gesehen, was bei uns im Bezirk alles so gemacht und organisiert wird. Und, hast du dich oft auf den Fotos wiedererkannt oder eher nicht? Das Motto in unserem Bezirk lautet: "Mittendrin statt nur dabei!!!"

So, nun war der Themenabend schon fast zu Ende! Wir haben zum Schluss das Lied "Bleiben an Jesu Hand" gesungen - nach diesem super Abend einfach DAS LIED. Alle haben mit Eifer mitgesungen. Auch das Abschlusslied "Der Herr ist mein Licht", welches spontan gewählt wurde, war passend. Wenn wir alle mit ganzem Herzen gesungen haben "... dass ich mög' bleiben im Hause des Herrn", dann kann man sagen, dass der Themenabend ein voller Erfolg war!!!

Jetzt sei mal ehrlich zu dir selbst, was hattest du für Erwartungen an den Themenabend und haben sie sich erfüllt? Oder hast du dich nicht angesprochen gefühlt?

Ich kann sagen, dass es für mich ein gelungener Abend mit vielen Situationen aus dem Glaubensleben war, die auch ich kenne. Es war für mich ein Abend mit viel Freude, Gotterleben und Glaubensstärkung. Wieder einmal konnte ich nach diesem Abend sagen, ich freue mich, ein Gotteskind sein zu dürfen und aktiv im Jugendkreis Münster tätig sein zu dürfen. Denn erst, wenn man mitmacht und auf die anderen zugeht, kann man erleben und fühlen, wie wichtig einem der Glaube ist und wie schön es ist, sich in einem großen Kreis Jugendlicher geborgen zu fühlen!

Ich freue mich schon jetzt auf den Themenabend 2004!

Wer von euch jetzt im Nachhinein denkt, es wäre schön, wenn ich mich auch einbringen könnte - ihr seid herzlich willkommen! Schließlich können wir jede Menge fleißiger und motivierter Hände beim Vorbereiten und Ausführen aller Aktivitäten - insbesondere des Themenabends - gebrauchen!!!

Am Ende bleibt mir nur eins: Ich wünsche euch einen schönen "Glauben im Alltag"! Möge euch der liebe Gott immer zeigen, dass er euch lieb hat und dass es sich lohnt, bei ihm zu bleiben!

Eure Simone
P.S.: Vielen, vielen Dank noch einmal an die vielen und fleißigen Helfer! Ohne euch wäre der Abend nur halb so schön gewesen!!!


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