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Aktualisiert: 4. Oktober 2010, 18.00 Uhr

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Aus dem Bezirk NRW vom 5. Januar 2004:

Jugendliche im Gespräch mit StAp. Fehr und BAp. Leber - Teil 1


StAP verlässt den Jugendtag 2003

„Das war einfach Klasse!“ – Das ist die Bilanz, die die Jugendlichen aus dem Interview mit Stammapostel Richard Fehr und Bezirksapostel Wilhelm Leber zogen. Eher unsicher war sich die kleine Gruppe, ob sie überhaupt die Möglichkeit bekommen würde, im Rahmen des Jugendtages in NRW, den der Stammapostel in Oberhausen besuchte, ein Interview mit ihm zu führen.

Erfreut über die Interviewzusage einerseits, und mit einer großen Portion Unsicherheit, machte sich die kleine Gruppe daran, das Interview vorzubereiten. Aber Lampenfieber und Unsicherheit – das Interview fand vor laufender Kamera statt und wird demnächst im Rahmen der örtlichen und regionalen Jugendstunden vorgestellt – waren angesichts der lockeren, humorvollen und entspannten Gesprächsatmosphäre schnell verflogen.

So konnten Yvonne Bautz, Oliver Meili, Kirsten Schiwy, Marius Schwerdtfeger und Rainer Rettinger vierzehn Fragen zu den Themen „Bibel“, „Internetseiten“, „Mitarbeit der Amtsträger“, „Glaubenszweifel“ oder „Positionen der Kirche bei verschiedenen Themen der Gegenwart“ stellen.

Oliver Meili, Gemeinde Essen-Mitte, Schweizer Staatsbürger (was den Stammapostel sichtlich erfreute), interessierte, warum die Arbeit in den vom Stammapostel ins Leben gerufene Projektgruppen wie „Sexualität“ und „Ökumene“ solange Zeit in Anspruch nehme, und wann die Jugendlichen mit konkreten Ergebnissen rechnen dürften.

Zum Thema „Sexualität“ antwortete der Stammapostel: „Das Grundsatzpapier zur Sexualität, die Stellungnahme der Kirche zu verschiedenen Fragen in der Sexualität, wird demnächst den Bezirksaposteln zugestellt, und die werden gebeten, es weiterzugeben. Natürlich kaskadenförmig. Zuerst an die Apostel und Bischöfe, dann an die Bezirksältesten und Vorsteher und schließlich auch an die Jugend. Das kommt!“

„That´s a long way!“ – so lautete die Feststellung des Stammapostels am Ende seiner Antwort zum Thema „Ökumene“. Unsere Kirche ist derzeit weder in ökumenischen Verbänden noch in Dach-organisationen oder andere Zusammenschlüsse eingebunden. Erfreulich ist, dass auf lokaler Ebene recht unkonventionelle Begegnungen mit Christen verschiedener Religionsgemeinschaften stattfinden, wie etwa im Bereich Musik oder bei ähnlichen Veranstaltungen. Doch grundsätzlich ist die Haltung der großen Kirchen uns gegenüber zurückhaltend. Auf der einen Seite werden ökumenische Offenheit und Gesprächsbereitschaft eingefordert. Dazu Stammapostel Fehr: „Und hinsichtlich der Ökumene ist das so eine Sache. Die wollen uns gar nicht unbedingt! Wir waren schon in Gesprächen in Genf beim Kirchenrat. Wir haben bei der ACK Gespräche geführt (...) Der STAP machte deutlich, dass die Neuapostolische Kirche ihr Profil nicht aufgeben werde, dazu gehöre seiner Meinung nach das Stammapostel- und Apostelamt oder auch die Heilige Versiegelung.

In diesem Zusammenhang stellt sich immer wieder, auch im Kreis unserer Geschwister, die Frage, was das Ziel der Kirche in Sachen Ökumene denn sei. „Unser Fernziel, mein Fernziel, ist nicht unbedingt eine Mitgliedschaft in der Ökumene, sondern eine Position, wie sie die katholische Kirche inne hat. Auch sie ist nicht Mitglied, sondern hat Beobachterstatus in der Ökumene“, skizzierte Stammapostel Fehr die Position der Kirche.

Ein solches Ziel aber braucht Zeit. Mit dieser Einschätzung beantwortete der Stammapostel die Frage von Oliver. „That´s a long way“.

Marius Schwerdtfeger, Moers, wies mit seiner Frage auf die Aktualität der Großkirchen hin, die via Veröffentlichung im Internet Stellung zu gesellschaftlichen und politischen Veränderungen beziehen. Anders die Neuapostolische Kirche. Gerade diese Stellungnahmen seien doch für Jugendliche in der heutigen Zeit wichtige Orientierungshilfen.

Dazu der Stammapostel: „Wir haben aber doch in den letzten Jahren vermehrt Stellung genommen zu Zeit- und Glaubensfragen, auch via Internet und in unseren Zeitschriften, wie Unsere Familie, etc. Zum Anderen dürfen wir natürlich nicht vergessen: wir haben nicht die Ressourcen und nicht das Geld wie die Großkirchen.“ Der STAP antwortete weiter, dass er kürzlich gehört habe, dass rund 150 Autoren am Evangelischen Erwachsenenkatechismus mitgewirkt hätten. „Woher nähmen wir die Ressourcen, wir sind eine kleine Herde! Und wenn jemand in einer Projektgruppe mitarbeitet, tut er das nur ehrenamtlich. Zwischendurch waltet er seines Amtes, arbeitet in seinem Beruf, ist vielleicht noch auf Missionsreise in Afrika oder Russland. Darum geht’s so lang, bis etwas entstanden ist. Wir lassen uns aber bewußt auch Zeit, weil wir vom Heiligen Geist gelenkt und geleitet werden wollen.“

Apropos Internet. Eine weitere Frage nahm Bezug auf die Internetseiten von Glaubenskultur.de. Diese private Seite, betrieben von Michael Koch, Melanie Ebner und Dietmar Korthals in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, versucht im Stil einer journalistischen Neutralität, Transparenz und Sachlichkeit die Vielfalt der Ereignisse in der neuapostolischen Welt zu beschreiben; bewertet und kommentiert sie. Neben diesen Seiten bietet Glaubenskultur.de auch ein Forum an. Dieser „virtuelle Marktplatz der Meinungen“, so von Michael Koch selbst in einem Forumsbeitrag bezeichnet, bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, zu den Artikeln der Glaubenskultur.de-Seite Stellung zu nehmen oder gar eigene Themen zu platzieren. Leider können Kommentare und Themen einzelner Forumsteilnehmer nicht immer als sachlich und sinnvoll bezeichnet werden (selbst Glaubenskultur distanziert sich davon). Rainer Rettinger wollte wissen, was der Stammapostel zu dieser Art von offenen Diskussionen und öffentlichen Meinungsäußerungen hält. Hierzu sagte der Stammapostel: „Das ist eine sehr interessante Frage und ich habe mich in einem stillen Moment damit zu Hause auseinander gesetzt und dann die Antwort formuliert: Das Erlösungswerk Gottes ist kein Debattierclub und die Zubereitung der Brautseelen vollzieht sich nicht im Internet! Es fühlen sich heutzutage viele berufen, ihre Meinung zu äußern, auch zu kritisieren, und sie meinen, andere eines besseren belehren zu müssen. All denen möchte ich auch ein Wort von Paulus an die Hand geben, der da sagte: „Wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst.“ (...) Sicher hat es, ich will nicht alles verteufeln, gute Ansätze im Internet. Aber es geht doch manchmal ein bisschen zu weit, nicht jetzt unbedingt bei Glaubenskultur.de, andere Internetseiten gehen dann zum Teil auch unter die Gürtellinie und verlassen den guten Geschmack (...) Am Sonntagmorgen halte ich in XY einen Gottesdienst, am Sonntagabend schon die ersten bissigen Kommentare. Wo führt denn das hin? Wir sind doch kein Debattierclub im Werke Gottes. Und wie gesagt, die Vollendung des Werkes findet nicht im Internet statt, sondern im Hause Gottes“. Soweit der Stammapostel zu dieser Frage.

Aber auch Bezirksapostel Leber musste einige Interviewfragen beantworten. Auf die Frage von Kirsten Schiwy (Oberhausen-Mitte) welches Motto er zur Zeit habe, erklärte der Bezirksapostel, dass ihn seit einiger Zeit das Wort: „Lass dich nicht überwinden von dem Bösen, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ beschäftige. Vieles Ungute käme im Laufe der Zeit auf einen zu und dagegen etwas Gutes zu setzen, sei doch ein schönes Motto oder Leitmotiv für das ganze Leben, so der Bezirksapostel.


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Bisherige Besucherkommentare:

1: Luis Lopez aus saluos de Ecuador
vom 10. Januar 2005, 20.11 Uhr
Estimados miembros les envio saludos cordiales de todos ustedes,
att
Luis López
Ecuador-Guayaquil
 

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