Aus dem Bezirk Gelsenkirchen vom 28. Februar 2004:
Vom Nutzen des Glaubens und vom Zweifel
Daniel in der Löwengrube – ein Beispiel dafür, was ein felsenfester Glaube an Gott bewirken kann. Daniel vertraute fest seinem Gott und ließ sich durch nichts abhalten. Dies war das Thema des Jugendgottesdienstes im Februar. Im Bezirk Gelsenkirchen diente Bezirksevangelist Zisowski der Jugend in Gladbeck-Zweckel. Der Bezirksevangelist aus Bochum ist auch Jugendbeauftragter der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen und wurde im Anschluss an den Jugendgottesdienst interviewt.
Lieber Bezirksevangelist, erzähle doch etwas zu Deiner Person.
Ich bin 38 Jahre alt, bin verheiratet und von Beruf Rechtsanwalt. Ich wohne zwar in Mülheim, aber diene im Bezirk Bochum und arbeite auch dort. Deshalb möchte ich mit meiner Frau gerne nach Bochum ziehen. Soviel zu meiner Person.
Du bist nun auch im Bezirk NRW zuständig für die Jugend. Wie lange bist Du schon Jugendbeauftragter, und was für Aufgaben hast du?
Bezirksapostel Ehlebracht hat diese Aufgabe zum Jugendtag 1992 auf mich übertragen, d.h. das werden in diesem Sommer dann zwölf Jahre sein. Die Aufgaben üben wir jetzt in einem Vierergremium aus, nachdem der Apostel Wiktor und der Älteste Kruse zu Beginn dieses Jahres aus der Jugendarbeit in dieser Form ausgeschieden sind. Jetzt sind die drei Bischöfe Otten, Schug und Bruns dabei, mit denen ich zusammenarbeiten darf. Aufgabe dieses Jugendgremiums ist es, die überregionale Jugendarbeit in einigen wichtigen Punkten zu koordinieren, dazu gehört die Vorbereitung des Jugendtages, die Durchführung der Seminare, zu denen alle Jugendlichen eingeladen sind. Es gehört auch dazu, neue Impulse, neue Gedanken aufzunehmen und dann daraus Konzepte zu erarbeiten, die, wenn denen der Bezirksapostel zustimmt, dann unsere Jugendarbeit in den kommenden Jahren beeinflussen werden.
Gibt es denn Jugendliche, die sich in besonderen Fällen direkt an Dich wenden? Sie haben ja auch ihre Jugendleiter, mit denen sie sprechen können, oder treten sie zusätzlich an Dich heran? Und warum kommen sie sich dann zu Dir?
Ja, dass passiert sehr häufig. Es gibt ganz verschiedene Situationen, manchmal wenden sich die Jugendlichen mit den Jugendleitern gemeinsam an die Jugendbeauftragten; es gibt aber auch Situationen, da ist es den Jugendlichen sehr recht, glaube ich, mit jemanden zu sprechen, der an sich weit entfernt ist. Sie möchten ein Problem klären, bei dem es für sie leichter zu sein scheint, dass wir uns sich nicht jede Woche sehen. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass das ein häufiger Grund ist. Natürlich kann es auch mal Fälle geben, wo man Probleme im Bezirk zu lösen hat; dann ist es auch angenehmer, wenn jemand von außen da ist, mit dem man reden kann. Manchmal liegt es auch einfach daran, dass wir eine Begegnung im Seminar oder nach dem Jugendgottesdienst hatten und ein Wort im Gottesdienst den Impuls gab, jetzt noch einmal ein vertiefendes Gespräch zu führen. Es kommt recht häufig vor, und die Gründe sind sehr vielfältig.
Es ist heutzutage nicht so ganz einfach, die Jugendlichen anzusprechen. Was für Ideen habt Ihr; wie versucht Ihr, die Jugend zu begeistern? Ich denke an das Feuerwerk des letzten Jugendtages; das ist etwas, was die meisten begeistert hat. Aber es soll ja nicht nur ein äußerer Rahmen begeistern, sondern vielmehr das Werk Gottes an sich.
Ich glaube, das beste Beispiel, wie man Begeisterung entfachen kann, ist aus meiner Sicht unser Bezirksapostel. Er war letzte Woche im Bezirk Bochum und alle Jugendlichen – es war eine große Zahl, mit denen ich gesprochen habe – waren restlos begeistert. Das kann ich wirklich sagen. Und was macht der Bezirksapostel? Er lebt sehr freudig seines Glaubens, und ich denke, dass in allen Herzen ein solches Bedürfnis vorhanden ist. Manchmal hat man nur Probleme, seinen Weg zu finden. Ich meine, dann muss unsere Aufgabe sein, dass wir mit dem, was wir machen, Inhalte anbieten, die wie ein Schlüssel sind, dass man diesen Weg miteinander schaffen kann. Die eigene Glaubwürdigkeit im Glauben ist wichtig, und wenn Du die Begeisterung ansprichst, ist es ganz wichtig, dass, wenn man in einem Amt dienen will, man selbst begeistert ist. Wenn da nur leere Worte wären, würde das die Seele sehr genau merken, und ich glaube, dabei würde nicht Gutes herauskommen.
Den Rest des Interviews könnt Ihr auf den Seiten des Bezrik Gelsenkirchen nachlesen: http://www.nak-gelsenkirchen.de
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