Aus dem Bezirk Bonn vom 17. Juni 2004:
Mehrtagesfahrt des Bezirk Bonn
Der günstige Sprit in Luxemburg war eigentlich nicht der Grund für die Ortswahl, aber ein Preis von unter einem Euro für einen Liter Superbenzin direkt hinter der Grenze sorgte dann doch dafür, dass die 200 Kilometer weite Anfahrt nach Bollendorf (Rheinland-Pfalz) ohne sorgenvollen Blick auf die Tankanzeige vonstatten ging.
Über 79 Jugendliche aus dem Bezirk Bonn fanden sich am Wochenende vor Christi Himmelfahrt in der Jugendherberge des kleinen Grenzortes ein. Anlass: Die Mehrtagesfahrt 2004.
Der erste Abend verlief gemütlich: Grillen, Kartenspielen, Kennen lernen. Nach dem Frühstück am Samstag machte sich eine Autokolonne dann Richtung Luxemburg auf. Ziel: Die luxemburgische Schweiz - eine malerische Felsenlandschaft in der Südeifel bei Echternach. Der Wanderweg führte durch enge Täler, dunkle Höhlen und an steilen Felswänden vorbei durch die historisch gewachsene Landschaft. Und den berühmten „schmalen Weg“ erlebten einige Jugendliche hautnah. Beim durchqueren einiger Felsspalten wollte der „vollschlanke“ Körper nicht durch die 30-40 cm breiten Durchgänge passen. Gut, dass der Bergführer einen Ausweg wusste. Und in einer dunklen Höhle brauchten die Jugendlichen eine Taschenlampe, um sich nicht an überstehende Felsen die Köpfe zu stoßen.
Passende Beispiele für den Gottesdienst am Sonntag. Der Bonner Bezirksevangelist Joachim Rösler hielt ihn im umgestalteten Tagesraum der Jugendherberge und diente mit dem Wort aus Psalm 119 Vers 30: „Ich habe erwählt den Weg der Wahrheit, deine Weisungen habe ich vor mich gestellt.“ Er forderte die Jugend auf, im Licht zu wandeln. Niemand müsse in der Dunkelheit den Weg des Lebens gehen, denn im Wort des Herrn liegt das Licht. Und: Der schmale Weg ist breit genug und Gott hilft, auch manche Engstelle zu überwinden. Ein weiteres Thema im Gottesdienst, in dem auch einige Diakone und jugendliche Priester mitdienen durften, war die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Jugend. Denn gemeinsam ist die Jugend stärker und kann Einzelne auffangen.
Den Samstagnachmittag verbrachte die Jugend in kleinen Gruppen am malerischen Echternacher See oder bei Fußball und Basketball an der Jugendherberge. Höhepunkt des Tages war das abendliche Programm. Die Jugendleiter zeigten in weißen Röckchen beim Schwanentanz viel Bein und eine Jugendgruppe präsentierte unter Einbeziehung von Kandidaten aus dem Publikum die SAT.1-Show „Genial Daneben“. Nach einer Pause, in der viele Jugendliche am Fernseher die Stimmvergabe für Max beim Grand Prix verfolgten, startete die Vorbereitung auf den Gottesdienst. Ähnlich wie beim Jugendtag zeigte eine Jugendgruppe Bilder, eine Stimme aus dem Hintergrund trug Bibelstellen – passend zum Thema des Gottesdienstes – vor.
Nach dem Gottesdienst am Sonntag und dem gemeinsamen Mittagessen endete die Mehrtagesfahrt 2004. Bis zum Wiedersehen in diesem Kreis auf dem Priwall im Jahr 2005.
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