Aus dem Bezirk Hagen vom 9. Januar 2008:
Jahresauftakt mit Bezirksapostel Brinkmann in Hagen
In der Kirche in Hagen-Wehringhausen erlebten über 450 jugendliche neuapostolische Christen aus den Kirchenbezirken Iserlohn, Hamm und Hagen am Sonntag, den 6. Januar, den Jahresauftakt-Gottesdienst mit Bezirksapostel Armin Brinkmann. Dem Gottesdienst legte er als Textwort Psalm 60,14 zugrunde: „Mit Gott wollen wir Taten tun“.
Zu Beginn des Gottesdienstes wünschte Bezirksapostel Armin Brinkmann Jugendlichen Kraft und Freude für das neue Jahr um das Leben zu gestalten.
Mit Gott!
Bezirksapostel Brinkmann lenkte zu Beginn seiner Predigt auf den Neujahrsgottesdienst. Der Kerngedanke, den Stammapostel Leber zugrunde gelegt hatte, lautete, dass man mit Gott alle Schwierigkeiten bewältigen könne. „Nicht jedes Hindernis, nicht jede Mauer wird fallen, aber mit Gott können wir diese Schwierigkeiten überwinden.“
Im neuen Jahr gäbe es einige Veränderungen. Unter anderem würden in den Schulzeugnissen wieder Kopfnoten eingeführt, berichtete der Bezirksapostel.
Kopfnoten
Die Kopfnoten, die sich mit Arbeitsverhalten, Sozialverhalten, Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Lernbereitschaft befassten, deutete Bezirksapostel Armin Brinkmann für das Glaubensleben:
Sei dabei, wenn es darum geht, mitzuarbeiten und sei darin beständig. Sei mit den Glaubensgeschwistern gemeinsam unterwegs und vermeide Cliquenwirtschaft. Sorge dafür, dass dein Ja ein Ja ist und nicht zu einem „jaja“ wird. Gehe sorgfältig mit dir selbst und deinem Nächsten um. Sei bereit, im Glauben hinzuzulernen, dich tiefer gehend mit deinem Glauben zu beschäftigen und sei auch mal bereit, dich von deiner eigenen Meinung zu lösen.
Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Kleine Tropfen Wasser“ (Nr. 235 aus dem Gesangbuch der Neuapostolischen Kirche) leitete der Bezirksapostel zum Hauptteil der Predigt über.
Mit Gott wollen wir Taten tun.
Beispiele aus der Heiligen Schrift
Aus der Heiligen Schrift zitierte der Bezirksapostel Brinkmann Beispiele von Menschen, die ihr Leben mit Gott gestaltet hätten. Henoch wandelte mit Gott sein Leben lang. Gott nahm ihn als besonderen Gnadenbeweis von der Erde hinweg, er musste, wie auch ein Elias, nicht sterben. Mit Gott wandeln bedeute, göttliche Gnade zu erfahren und sich dieser gewiss sein dürfen.
Als Noah die Arche baute, hatten sich viele andere von Gott entfernt. Noah aber wandelte mit Gott und wurde errettet. Nehmt es für euch persönlich: Wer mit Gott wandelt wird errettet und wird seine Gnade erleben.
Jakob habe mit Gott gerungen. Mit Gott um den Segen kämpfen bedeute, ihm zu sagen: Lieber Gott, du musst mir jetzt helfen, ich brauche deine Kraft. Das beruhe jedoch auf Gegenseitigkeit und bedeute, Gott im eigenen Lebensmittelpunkt halten. „Wer mit Gott kämpft, erhält seinen Segen“, rief der Bezirksapostel der Jugend zu.
Mose habe mit Gott geredet. Das Ergebnis war, dass sein Angesicht leuchtete. Der Bezirksapostel rief die Jugend auf, mit Gott zu reden, auch über das tägliche Gebet hinaus mit Gott zu kommunizieren. Diese Kommunikation habe Auswirkungen, sie bringe unser Gesicht zum Strahlen und bringe Freude.
Praktische Umsetzung
Gebetstaten tun. „Beginnt jeden Tag mit Gott und macht das Jahr 2008 zu einem Jahr der Gebetstaten. Öffnet euer Herz, sagt Gott, was euch belastet, was euch erfreut und was euch bedrückt. Wendet euch an Gott!“ ermutigte der Bezirksapostel die Jugendlichen.
Vollendungstaten tun bedeute, über den Glauben und seine Inhalte zu sprechen und sich nicht zu verstecken. Das gelte auch für Themen wie der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tode und der Glaube an die Wiederkunft Christi.
Opfertaten tun. Das Opfer für das Werk Gottes als persönliche Begegnung zwischen Gott und sich selbst erleben, erläuterte Bezirksapostel Brinkmann diese Tat. „Auch kleine Opfer, kleine gute Taten bringen Segen.“
Überwindungstaten tun. Nicht alles was wir tun gefällt Gott. „Lasst uns gemeinsam darüber nachdenken, was Gott gefällt und das verstärkt tun. Lasst uns überwinden, was uns von Gott trennt, was ihm nicht gefällt“, so der Bezirksapostel weiter. „Mit Gott können wir Überwindungstaten tun.“
Liebestaten tun bedeute, niemanden auszuschließen, andere zu akzeptieren, zu fördern und auch großzügig mit den Fehlern anderer umzugehen. „Behandelt andere so, wie auch ihr behandelt werden möchtet.“
Nicht nur Heldentaten tun
„Denkt aber nicht nur an Heldentaten, das können auch kleine Taten sein. Auch kleine Taten werden von Gott gesehen und gesegnet“, ermunterte der Bezirksapostel die Festgemeinde.
Sein Jahresmotto sei: Mit Gott Taten tun, mit Gott Schwierigkeiten überwinden, mit Gott Möglichkeiten wahrnehmen, mit Gott leben, mit Gott unterwegs sein, mit ihm das Jahr gestalten.
Als Gäste nahmen Bezirksältester Eduard Nieland (Leiter des Kirchenbezirks Recklinghausen) und Bezirksältester Werner Hug (Leiter des Kirchenbezirks Münster) an dem Auftaktgottesdienst teil. In ihren Predigtbeiträgen ermunterten sie die Jugendlichen, das Jahr mit Gott zu gestalten, weil das bedeute, dass Gott in der Nähe sei und dazu hilfreich seine Hand reiche.
Dazu gehöre auch, zur Wohlfühlatmosphäre in den Gemeinden beizutragen und so die Vision der Neuapostolischen Kirche erfüllen zu helfen eine Kirche zu sein, in der sich Menschen wohlfühlen können und die nach dem Evangelium Jesu Christi und der Verheißung seiner Wiederkunft ausgerichtet sei.
Ausblick auf den Europa-Jugendtag 2009
Im Anschluss an den Gottesdienst erläuterte Bezirksapostel Armin Brinkmann anhand einer Präsentation den Stand der Planungen für den Europa-Jugendtag 2009 und ermöglichte den Jugendlichen Fragen dazu zu stellen.
Im Anschluss an die Präsentation war für alle Anwesenden noch ein Imbiss und Getränke bereitgestellt, sodass der Auftaktgottesdienst mit einem gemeinsamen Essen und vielen kleinen Gesprächsrunden ausklang.
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