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Aktualisiert: 4. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Inhalt

Aus dem Bezirk Hamburg vom 6. September 2004:

Jugendtag Hamburg 2004 - Gottesdiensbericht


Jugendtag Hamburg 2004 - Gottesdiensbericht

Eingangslied: Nr. 393 "Immer mutig vorwärts"
Textwort: 1. Korinther 15,33:
"Lasst euch nicht verführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten."

Chor: Chormappe Nr. 182 "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet."

Bezirksapostel Leber
Wir sind dem lieben Gott dankbar, dass er die äußeren Dinge so geschaffen hat, dass dies ein Tag der Freude werden kann. Besonders willkommen sind die frisch Konfirmierten. Die wenigsten unter uns haben alle 27 Hamburger Jugendtage erlebt. Und wenn ja, dann gehören sie nicht mehr so ganz zur Jugend sondern befinden sich eher auf dem Absprung.

Der Satz aus dem gesungenen Lied "der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen" ist eine besondere Aussage, die wir uns gut merken wollen. Das bedeutet nicht, dass man damit ein bequemes Leben hat. Man muss trotzdem viel ertragen und erkämpfen. Wir wollen Geduld haben.

Es gibt manche Probleme und Kummer. Davon ist nicht nur die Jugend betroffen. Über diesen Kreis hinaus gibt es ganz besonders in diesen Tagen viele Menschen, die außergewöhnliche Not haben. Uns alle hat die Geiselnahme im südrussischen Beslan sehr bestürzt.

Schweigeminute für Opfer von Beslan

Wir wollen eine Schweigeminute einlegen. Diese Schweigeminute wollen wir nicht für ein bloßes Gedenken sondern für ein herzliches Gebet nutzen. Eintreten wollen wir für die Seelen und insbesondere die Kinder, die das Leben verloren haben. Wir wollen aber auch allen anderen gedenken, die in den letzten Tagen durch Katastrophen und Terroranschläge ums Leben kamen. Vergessen wir auch die Hinterbliebenen nicht und beten auch für sie.

- Schweigeminute -

Es kann die Frage auftreten, wieso Gott das zulässt. Wieso macht er nicht Gebrauch von seiner Gewalt? Nachdem damals die Sintflut abgezogen war, opferte Noah dem lieben Gott. Der Wohlgeruch seines Opfers hat eine Wirkung bei Gott hinterlassen. Der liebe Gott hat dann gesagt, dass er nicht wieder die Erde schlagen werde und alles was da lebt, dass er nicht die Erde verfluchen möchte.

Er hat sich also selbst zurückgezogen und eine Beschränkung auferlegt, könnte man sagen, hat sich selbst dazu verpflichtet nicht wieder, so wie bei der Sintflut, alles zu verderben sondern er hält schon seine Hand darüber, aber er greift nicht ein im großen Stil. Das ist vorbehalten für die Zeit, wenn Gott das Friedensreich aufrichten wird. Der liebe Gott sieht zu! Aber wie gut ist die Zuversicht, dass der Herr seinen Engeln befohlen hat, dass sie über uns wachen!

Lasst euch bitte nicht verführen!

"Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten" war damals auch eine Art Sprichwort. "Lasst euch nicht verführen" hat Jesu seinen Jüngern in die Seelen gelegt. Drei Mal ist in der großen Rede von Jesu davon die Rede. Es geht darum, dass die Auserwählten verführt werden. Wir sind als die Auserwählten davon unmittelbar betroffen. Es wird auf dem religiösen Markt vieles angeboten. Lasst euch bitte nicht verführen! Es ist vielleicht notwendig, dass man sich mit dem einen und anderen beschäftigt und auseinandersetzt. Aber wir wollen uns nicht zu tief dort hinein versetzen.

Es kommt schon einmal der Gedanke auf: "Es hat doch auch seinen Wert, was andere Religionen bieten". Wir wollen niemanden anderes abwerten. Aber es ist in keinem anderen Heil als in Jesu, dazu wird sich der Herr noch bekennen.

Ein Chinese wurde gefragt, wieso er zum Christentum konvertiert ist. Er erzählte, dass er sich vorgestellt hat, dass er hilflos in einer Grube sitzen würde. Und was würden dann die verschiedenen Religionen dazu sagen?

Konfuzius hätte gesagt: "Wenn du nach meiner Lehre gelebt hättest, würdest du nicht so jämmerlich in deiner Grube sitzen."

Buddha hätte geantwortet: "Über den Rand der Grube schauen und dann feststellen, nun schließe deine Augen, komme zur Ruhe und Unterwerfung. Dann wird der Weg frei werden ins Nirwana."

Mohammed würde sagen: "Es ist der Wille von Allah, dass du da unten sitzt. Allah ist groß und Mohammed ist sein Prophet."

Jesu würde hinabgehen in die Grube und dem Armen helfen, aus der Grube zu kommen. Er würde helfen ohne Vorwürfe und belehrende Worte, die in dieser Situation doch nicht helfen würden. Das ist der Kern der christlichen Botschaft, das Angebot der göttlichen Hilfe.

Was könnte uns verführen?

Es gibt manche Gedanken und Strömungen, die uns verführen könnten:

- Sollte Gott wohl gesagt haben ... Der Gedanke des Zweifelns, des Infrage-Stellens. Sollte es wohl stimmen, was da so gepredigt wird?

- Mein Herr kommt noch lange nicht! Unsere Eltern und Großeltern haben schon in der Naherwartung Christi gelebt. Jedes Jahr hören wir neu, dass der Herr bald kommen soll und nix passiert. Lassen wir uns nicht von dem Gedanken verführen, dass es nichts mehr werden würde.

- Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot. Gemeint ist damit hemmungsloser Genuss, einfach den Augenblick nutzen und genießen. Es ist uns unbenommen, dass wir auch genießen können. Wir wollen aber die Zeit nicht gedankenlos verbringen. Lass dich nicht verführen, den Augenblick so zu erleben, dass es kein Morgen gibt. Hemmungsloser Genuss ist nicht das Wesen eines Gotteskindes.

- Ja, redet denn der Herr allein durch Mose? Redet der Herr denn nur durch Apostel? Es gibt doch überall weise Männer. Halte dich zu der Ordnung, die der Herr gelegt hat. Davon wollen wir uns nicht abbringen, nicht verführen lassen. - Jesu Rede war teilweise ungewöhnlich und hart, so dass viele seiner Jünger von ihm aus Ärger gegangen sind. Lass dich nicht verführen von dem Ärger an dem Worte Gottes. Es kann auch heute passieren, dass man das Wort Gottes nicht richtig einordnen kann. Lass dich nicht verführen in dem Ärger, dass man die Nachfolge aufgibt. Wir wollen nachfolgen bis zu Letzt, alles andere ist Leerlauf.

Schlechter Umgang

Wir dürfen Freunde haben. Wir müssen nicht unbedingt einen Partner / eine Partnerin haben, der / die neuapostolisch ist. Aber es ist schwierig, wenn man einen Partner hat, der den Glauben nicht mitträgt. Die Partner sollen unseren Glauben gewissenhaft überprüfen.

Seid vorsichtig mit dem Umgang. Denn der färbt auf euch ab!

Umgang mit den Medien

"Schlechter Umgang verdirbt gute Sitte" - wenn man zu sehr und wahllos alles aufnimmt und konsumiert, dann hat dieser Geist Zugang zu unserem Herzen. Wir wollen beim Herrn bleiben und ihm die Treue bewahren. Wir wollen sorgfältig sein mit unserem Umgang, auch mit unserem Medienumgang.

Chor: Gesangbuch Nummer 250 "Gib mir ein reines Herz, wenn man mich will verführen"

Apostel Klaus Dieter König
(Nordrhein-Westfalen)
Die Jugendtage in Norddeutschland haben einen guten Ruf. Vor wenigen Tagen war der Jugendtag für Ost- und Südsibirien. Anders als in Hamburg waren nur 150 Teilnehmer anwesend, sie hatten allerdings teilweise eine drei Tage dauernde Anreise.

Ohne Glauben ist unmöglich, Gott zu gefallen. Ohne den rechten Glauben ist es auch unmöglich Gott zu gefallen. Jugend liebt die Gemeinschaft und hört gerne, was vom Altar Gottes ausgeht. Wir haben heute morgen die Warnung des Apostels Paulus an die Korinther gehört. Korinth war damals ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Es gab viele Menschen und viele Religionen. Daher die Warnung "Schlechter Umgang verdirbt gute Sitte".

Wir können nicht immer allen Umgang mit Menschen anderen Denkens vermeiden. Aber das heißt ja nicht, dass wir uns deren Meinung aneignen müssen. Wer ist denn anfällig für dieses Aneignen? Diejenigen, die nicht klare Sicht haben auf unser Glaubensziel, diejenigen, die hinterher trotten und diejenigen, die Abstand haben.

"Nicht umhertreiben lassen durch die Winde falscher Lehre" ... nicht mehr selbst bestimmen sondern umher getrieben werden, das ist nicht gut. Bei einer Reise auf die Inselgruppe der Azoren erlebte ich vor etwa 20 Jahren folgendes: Ein Segelschiff lag dort an der Küste. Die Segel waren zerfetzt. Es gab dort auf der Insel einen Mann, der jeden Sommer auftauchte und dort den Sommer verbrachte. Aber einen Sommer kam er nicht. Wie sich herausstellte, war der Besitzer auf dem Meer beim Segeln einem Herzschlag erlegen. Sein Schiff war wochenlang auf dem Atlantik umhergetrieben. Das Boot wurde nicht mehr geleitet. So geht es auch vielen Menschen. Sie werden umhergetrieben von Lehren.

Bezirksapostel Leber
Apostel Homburg war bereits in Beslan. Es haben in der von der Geiselnahme betroffenen Schule auch bereits Gottesdienste stattgefunden. Der Apostel sollte dort demnächst einen Vortrag halten. Es gibt in Beslan keine eigenständige Gemeinde, aber viele gläubige Menschen.

Chor: Jugendliederbuch Nr. 120, 3 "Willst du gesegnet sein, wandel im Licht"

Apostel Gunter Homburg
(Nordrhein-Westfalen)
Ergänzend zur Vorstellung meiner Person "Ich liebe meinen Bezirksapostel und er liebt mich" - Ende der Vorstellung, dass Amen kommt später.

"Lieber Gott, wir vertrauen dir grenzenlos", so hat der Bezirksapostel zum Eingang gebetet. Können wir das alle bejahen? Können wir da alle einen Haken hinter setzen? Wenn ja, dann kann Satan sich alle Beine aus reißen, er kommt nicht zum Zuge. Wir können nicht verführt werden. Im ersten Moment ist eine Verführung vielleicht ganz interessant. Wenn man aber am Ende feststellt, dass es Etikettenschwindel gewesen ist, dann ist man ganz traurig.

Johannes der Täufer war verärgert. Jesus hatte ihm die Jünger abgeworben, Jesus hatte Wunder getan, ihn aber nicht aus dem Gefängnis geholt ... Und was sagte Jesus dazu?: "[...]selig ist, wer sich nicht an mir ärgert." (Matthäus 11,16). Auch in unserem Leben gibt es vieles, was nicht so läuft, wie wir unser Leben geplant hatten. In der begrenzten Zeit unserer Erdenetappe läuft vieles anders, als wir uns das vorstellen. Aber: " [...]selig ist, wer sich nicht ärgert an mir." (Lukas 7,23).

Die Überzeugung, dass wir am Werke Gotte stehen, die muss in uns ganz fest sein. Apostel Johannes hat das ganz deutlich gemacht. Es gibt zwei Kriterien: Ein jeglicher Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus nicht ins Fleisch gekommen ist, der ist nicht von Gott. Ein anderes Kriterium lesen wir am Ende der Offenbarung: "Und der Geist und die Braut sprechen: Komm." (Offenbarung 22,17). Das heißt: Wo dieses "Komm" nicht bewusst verkündigt wird, steht das Verkündete nicht im Einklang mit Jesus Wort.

Bin ich vielleicht selbst ein heimlicher Verführer? Fragen wir uns das einmal. Der Herr hat uns das größte aller Ziele ins Stammbuch geschrieben: Wir sollen Könige und Priester sein. Wir kriegen hier unsere Spezialausbildung. Wenn wir uns das bewusst machen, erhält unser Leben eine ganz besondere Prägung. Der Heilige Geist bereitet die Braut auf das Wiederkommen Jesu vor.

Chor: Gesangbuch Nr. 261, 1 "Das sei alle Tage meine Sorge, meine Frage, ob der Herr in mir regiert."

Apostel Dieter Böttcher
Gott nimmt uns ernst und wichtig. Es ist schön, das zu genießen. Dir und mir ist beigelegt die Krone des ewigen Lebens (Offenbarung 2,10). Es ist ihm nicht einerlei, was wir machen. Gott hat jedem eine Aufgabe übertragen, die er erfüllen kann. Im Familiengottesdienst, den wir mit unserem Bezirksapostel im Mai erleben konnten, hat der Bezirksapostel gesagt, dass wir uns nicht selbst betrügen sollen.

Bei den Beispielen, die unser Bezirksapostel heute morgen gegeben hat, steckten keine Menschen hinter den Gedanken, sondern der "Geist von unten". Paulus machte die Korinther darauf aufmerksam, dass es auch einen Geist des Verleugnens gibt. Das ist hochaktuell in der heutigen Zeit.

Aber ihr alle könnt helfen und Multiplikatoren sein, dass das Werk Gottes zur Vollendung kommt. Wir wollen so aktiv werden, dass es immer weniger Verführte gibt. Wir wollen Siegen. Es wird niemand zum Ziel verführt. Denkt einmal an die Olympische Spiele. Da hat hinterher auch kein Sieger gesagt, dass er zum Siegen verführt wurde.

Bezirksapostel Leber
Der liebe Gott ist der Stärkere. Gott schenkt dir das Vermögen zum Siegen. Lass dich nicht verführen von dem Gedanken, dass es keinen Zweck mehr hätte, Zeugnis zu bringen.

Das Heilige Abendmahl verbindet uns mit dem Herrn, in einer ganz engen Weise, die man kaum deutlich machen kann. Der Hintergrund unseres Lebens spielt hier keine Rolle mehr. Wir sind in dieser Gemeinschaft Eins. Im Heiligen Abendmahl rücken wir ganz eng zusammen. Da spielen die menschlichen Unterschiede gar keine Rolle. Dafür müssen wir uns aber auch öffnen. Lass dich nicht ablenken. Lasst uns zugreifen!

Heiliges Abendmahl

Gesangbuch Nr. 563 "Herr, mein Heiland und mein Hirte"
Gesangbuch Nr. 385 "Es pilgert durch die Lande"
Chormappe Nr. 144 "Gott ist die Liebe"

Heiliges Abendmahl für die Entschlafenen

Viele Gebete sind in der heiligen Stille der Schweigeminute in die Ewigkeit gegangen. Nun können die Seelen auch in der jenseitigen Welt das Abendmahl empfangen. Das Opfer Jesu deckt allen Schaden und gibt neue Kraft. Lasst uns denjenigen eine Hilfe sein, die sich selbst nicht mehr helfen können.

Gesangbuch Nr. 197 "O komm, mit mir"


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