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Aktualisiert: 4. Oktober 2010, 18.00 Uhr

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Aus dem Bezirk NRW vom 3. Juni 2006:

Pfingsten - Die Kirche hat Geburtstag


Pfingsten

50 Tage nach Ostern haben die verängstigten Jünger den Heiligen Geist erhalten. Somit folgt Pfingsten immer zehn Tage auf Christi Himmelfahrt. Diese Zeitspanne wurde aus der Tradition der Juden übernommen, das Pfingstfest war dort zunächst das Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte im Tempel.

Als christliches Fest wurde Pfingsten erstmals im vierten Jahrhundert erwähnt. Durch den veränderlichen Ostertermin variiert auch Pfingsten und wird so zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni gefeiert. Mit Pfingsten endet die Osterzeit.

Geschichte

Nach dem Tod Jesu am Kreuz waren die Jünger zunächst all ihrer Hoffnungen beraubt, welche sie in den Mann aus Nazareth gesetzt hatten. Doch als Jesus Ostern auferstand, schöpften sie schon bald neuen Mut. Die Jünger trafen sich regelmäßig; auch gemeinsam mit Jesus. Dessen Anwesenheit endete jedoch mit seiner Himmelfahrt.

Durch ein besonderes Ereignis erfuhren die Jünger nach der Himmelfahrt die Nähe Gottes. Am Tag des Erntefestes waren die Jünger abermals versammelt. Völlig unerwartet erhob sich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem Sturm herrührend. Es erschienen Feuerzungen, die sich zerteilten und sich auf jeden der Männer niederließen: Der Heilige Geist kam auf sie. Aus einer Schar ängstlicher Männer wurden plötzlich Mutige, die in der Folgezeit in aller Offenheit von ihrem Glauben redeten und sich auf wundersame Weise in vielen Sprachen verständigen konnten.

Die Jünger gingen hinaus auf die Straßen und Plätze und verkündeten, was sie von Jesus gehört und gesehen hatten. Die verschiedenen Sprachen wurden durch das Pfingstereignis nicht abgeschafft, sie wurden zum Symbol für Vielfalt und Reichtum.

Der Heilige Geist wurde ausgesandt, um Person, Wort und Wirken Jesu Christi lebendig zu halten. Gemeinsam mit Gott, dem Vater, und Jesus Christus, dem Sohn, bildet er die "Trinitas Dei", die göttliche Dreifaltigkeit. Die Geistsendung an Pfingsten war somit der Ausgangspunkt für das missionarische Wirken der Jünger Jesu. Daher wird das Pfingstfest als Geburtstagsfest der Kirche bezeichnet werden.

Symbole

Symbole für das Wirken des Heiligen Geistes sind Feuer und Flammen. Feuer entzündet, bringt zum Glühen und setzt große Energie frei. Auch in unserem täglichen Sprachgebrauch kennen wir Redewendungen wie "Feuer und Flamme sein" oder "der Funke ist übergesprungen", wenn ein Mensch sich für jemanden begeistert oder von etwas begeistert ist. Ein weiteres Symbol ist die Taube. Seit dem Konzil von Nicäa wird der Heilige Geist durch sie dargestellt. Die Taube galt als Erkennungszeichen von praktizierter Nächstenliebe.

Traditionen

Mancherorts hat sich der Brauch erhalten, Pfingstfeuer anzuzünden. Die lodernde Flamme gilt einerseits als Symbol des Heiligen Geistes und zum anderen als Zeichen der Erleuchtung der Gläubigen. Ein mittelalterlicher Brauch zu Pfingsten war das so genannte Heilig-Geist-Schwingen. Dabei wurden lebendige Tauben in den Kirchenräumen freigelassen, eine hölzerne Taube beim Pfingsthochamt über den Köpfen der Gläubigen an einer Schnur kreisen gelassen oder eine geschnitzte Taube durch eine Öffnung der Kirchdecke herabgelassen.



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